Als ich mich selbst zu lieben begann…

Von der Null-Interesse-an-Therapie Einstellung zum Selbst-Entwicklungs-Junkie

Lesezeit für kurz angerissene 40 Lebensjahre: 15-18 Minuten


Für Audio Affine lese ich den Text gerne persönlich vor!







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Und hier ist der Text inklusive Bilder für die Lese-Lieberhaber:innen:

„Ich brauche keine Therapie!“ |  „Was ein Schwachsinn, bei mir hat meine Kindheit keine Spuren hinterlassen!“ |  „Ich liebe mich doch selbst! Wenn die Typen zu doof sind, um zu erkennen, wie toll ich bin, ist das deren Problem!“ …solche und noch viel mehr Schwachsinns-Aussagen gehörten früher zu meinem bis dato unaufgeräumten Selbstbild.

Was auch immer Selbstliebe zu bedeuten hatte…“… ja ja, das passt schon, ich mag mich doch!“ Hätte ich damals gewusst, dass ich heute – mit 40 Jahren – ein vollkommen bewussteres, aufgeräumtes und wahrhaftig-selbstliebendes Bild von mir habe, hätte ich wohl weniger großspurig dahergeredet.

Ob ich den gleichen Weg gegangen wäre, der nun hinter mir liegt? Mit all den Tränen, Wutausbrüchen, klärenden Gesprächen, Reisen in die Vergangenheit, Meditationen, Energieström-Sessions, Coachings, Körperbehandlungen, Briefen die ich schrieb, dem Verbindungsaufbau zu meinem inneren Kind, der bewussten Aufarbeitung meiner Verletzungen sowie des Auslebens meiner inneren Wahrheit? JA, auf jeden Fall! So fucking anstrengend diese Jahre auch waren, so viele Liter Tränen ich vergoss, so sehr ich Erlebnisse verfluchte, genauso bewusst ist mir, dass ich dank dieser Jahre mein Inneres nach außen gekrempelt habe. Und exakt das war es, was stets für Dysbalancen in meinem Leben sorgte: Ich litt unter krankmachende Einstellungen, verletzte und selbstwert-zerstörende Prägungen, ein Ungleichgewicht meiner männlichen und weiblichen Seite und hatte eine Kindheit verlebt, die definitiv einer Aufarbeitung bedurfte.

Am 03. Oktober 1982 kam ich zur Welt. Erst einige Wochen vor der Geburt erfuhren meine Eltern davon, dass sie Zwillinge begrüßen werden. Dieser kurze Schock, den meine Mutter empfand, gepaart mit der Ohnmacht und der Überforderung, drang direkt in meine noch sehr jungen Nervenbahnen ein. Meine Geburt verlief alles andere als reibungslos. Zunächst kam meine Zwillingsschwester auf die Welt, ich folgte ihr 14 Minuten später. Meine sportliche Neigung stellte ich bereits damit unter Beweis, dass ich mich unmittelbar vor meiner Geburt drehte – es war ja jetzt endlich mal Platz für einen You-turn! Während meiner Drehung schlang sich die Nabelschnur um meinen Hals, weshalb außerhalb meiner Höhle Panik ausbrach. Meine Mutter konnte nur noch schlecht pressen und ich wurde schnellstmöglich an meinen Beinen herausgezerrt, damit ich die Party des Lebens nicht verpasse.

Ja, du als Selbstfindungs-fortgeschrittene Person wirst direkt wissen: Ich kam also bereits als Kämpferin zur Welt! Tse, von so einer Nabelschnur lasse ich mich keinesfalls aufhalten und ich mache einfach stets mein Ding!

Ebenso dürfte dir bekannt sein, dass die ersten 3 Lebensjahre mitunter zu den prägendsten unseres Lebens gehören. Zusammengefasst bestanden diese 3 Jahre bei mir daraus, dass meine Eltern überfordert waren, wir lange Zeit unter den Fittichen von einer Erzieherin die Tage des Älterwerdens zählten und wir unsere Mutter etwas seltener als gewöhnlich sahen. Da waren sie auch schon gespeichert: Die Anti-Willkommens Glaubenssätze, die da lauten: Ich bin eine Last! & Ich bin nicht gewollt!


Im Laufe meines noch jungen Lebens folgten die dementsprechenden Handlungen meiner überforderten Eltern. Häusliche Gewalt, Schreien, Brüllen und Schlagen gehörten zum Erziehungsprogramm. Immerhin waren wir drei Töchter, die alle gerne leben wollten. Mit 11 Jahren folgte die Rosenkrieg Scheidung meiner Eltern, zu deren Streitigkeiten wir freundlicherweise herzitiert wurden. Wir sollten ja nichts verpassen!

Meine Pubertät bestand dann aus Jahren, in denen meine ältere Schwester sich vorzeitig aus der Mädels-WG verabschiedete und mit 16 auszog. Meine Mutter behielt ihre Überforderung bei – immerhin eine Konstante in meinem Leben als junges Mädchen. Wir übernahmen die Aufgaben im Haushalt ebenso wie unsere Erziehung. Wenn mal was nicht fluppte, flogen wieder die Fetzen. Bauchschmerzen beim abendlichen zu Bett gehen, wenn die Mutter später heimkam und eventuell an der Qualität unserer Putzfähigkeiten ihre Laune ausmachte, waren vorprogrammiert.

Meine Mutter verliebte sich neu und entschied sich für einen Umzug, als meine Zwillingsschwester und ich 16 waren. Von dort an lebten mein Zwilling und ich alleine. Wir sorgten für unseren Lebensunterhalt, hatten zeitweise jeweils 2 Jobs gleichzeitig, gingen zur Schule oder in den Ausbildungsbetrieb. Die selbstständige Erziehung blieb somit Bestandteil unserer Entwicklung.

Unseren Vater sahen wir viele Jahre nicht. Mit Anfang 20 setzten wir uns spontan ins Auto, fuhren nach Belgien und überraschten ihn dort. Es war eigenartig ihn zu sehen…er war ein Fremder für mich geworden. Not amused über unseren spontanen Überfall, wurden wir wenig freudig empfangen. Nach diesem Treffen entschied ich mich dafür, dass ich keinen Vater brauche.

Eine Fehleinschätzung, die ich viele Jahre später revidierte.

Wenige Jahre später fand ich meine große Liebe. 3 Jahre waren wir ein Paar, doch als wir in eine größere gemeinsame Wohnung zogen, verließ ich diese Liebe. Jahrelang verstand ich selbst nicht, warum ich so gehandelt habe und warum ich diesen fantastischen Mann gehen ließ. Die Trennung war schmerzhaft, schmutzig und sinnfrei. Es ist gerade einmal 2 Jahre her, dass ich mit diesem fantastischen Menschen Frieden schließen konnte. Ja, diese Trennung begleitete mich über 10 Jahre, denn sie war das absolute Gegenteil von dem, was meine innere Wahrheit ist. Ich war kein schlechter Mensch, ich war damals schlichtweg nicht in der Lage, die Liebe dieses Mannes anzunehmen. Um zu diesem Entschluss und zumindest meinen Seelenfrieden zu gelangen, benötigte es genau die oben genannten Opfer und Mühen der Selbstfindung. Und sie haben sich gelohnt.

Ich machte eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau, fand anschließend einen guten Job, lebte in meiner eigenen kleinen Wohnung und finanzierte mein Leben von A-Z selbst. Mein Leben war cool, ich hatte viele Freunde, trinkwütige Arbeitskollegen, machte viel Party und arbeitete viel. Ich sorgte für mich und für das Ausleben meines Lebens. Ich brachte mir das Eventmanagement, dass außerhalb meines Ausbildungswissens lag, selbst bei und organisierte größere und verantwortungsvollere Events. Trotz der Tatsache, dass ich die geilsten und beliebtesten Events für dicke Fische wie HP / Hewlett Packard Enterprise organisierte, hatte ich zig schlaflose Nächte. Nie ist etwas bei einer Veranstaltung so schiefgelaufen, dass ich den Job riskiert hätte. Immer konnte ich auf die schwierigsten Auftraggeber und Kunden losgelassen werden; ich konnte mindestens in den Nächten vor meinen Veranstaltungen schlecht oder überhaupt nicht schlafen. Ein Zeichen meiner damals ausgeprägteren Selbstzweifel und meines unterentwickelten Selbstbewusstseins. Währenddessen wurde jeder Mann, der mir begegnete, direkt zurechtgewiesen: „Ich will keine Kinder, ich will nicht heiraten und ich bin halt viel unterwegs!“ – Frau sollte ja wissen, was sie will!

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Komischerweise geriet ich nach meiner großen Liebe allerdings stets an Männer, die mich auf den ersten Blick zwar toll fanden, dann jedoch eher schlecht mit mir umgehen konnten. Das Bild, dass sie von außen sahen, passte keineswegs zu dem Bild, dass in mir herrschte. Außerdem brachte jeder Einzelne von ihnen Themen und Eigenschaften mit, die mich verzweifeln ließen. Heute weiß ich, dass jeder von ihnen schon kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr war, sondern ich vom Universum direkt ganze Brückenpfeiler ins Herz geschlagen bekam, damit ich endlich schnalle, mal in mir aufzuräumen, statt in der Männerwelt nach Anerkennung zu suchen.

Zu jeglicher sich bietenden Gelegenheit übernahm ich die Rolle des Mannes. Ich konnte selbst für mich sorgen, „Danke, die Autotür kann ich selbst aufmachen!“, den Wasserkasten schleppte ich ebenso selbst und bei der Arbeit gab ich auch den Ton an. Der Mann in mir spielte jahrelang die Hauptrolle! Ich brauchte ja keinen Vater, ich war selbst Mann genug! Ausgesehen habe ich sehr weiblich. Gerne im Kostüm, hohe Schuhe, Haare schön – Weiblichkeit AN! Das Männer da irritiert sind, wenn sie eine weibliche Frau erwünschen und die sich innerlich als starker Mann erweist, bei dem der echte Mann seine Männlichkeit schlecht ausleben kann, versteht sich von selbst.


Charlie Chaplin - Selbstliebe

Mit 33 Jahren hatte ich die Faxen dicke davon, dass die Männerwelt mir nur Herausforderungen, anstatt echte Herzenswärme darbot. Ich vereinbarte einen Termin bei einem Hypnose Therapeuten, bezahlte 370€ für eine 4-stündige Sitzung und begriff während dieser Sitzung, dass da doch so einiges im Argen war, mit dem ich mich mal befassen könnte. Noch spannender als die ganze Sitzung war jedoch mein Toilettengang innerhalb der Praxis-Räumlichkeiten. Während des Pinkels las ich nämlich Charlie Chaplins Rede zu seinem 70. Geburtstag: Als ich mich selbst zu lieben begann. Da wusste ich: Das ist mein Weg! Jeder einzelne Vers spiegelte einen Abschnitt meines Seins, meiner Einstellungen und meines Weges wider, die es für mich zu erreichen galt.

Im folgenden Jahr tat ich jedoch recht wenig für mich, folgte lediglich meinem Gefühl – das ich bis dato sehr häufig unterdrückt hatte – und entschied mich für einen Umzug von Soest nach Stuttgart. Mein Gefühl sagte mir, ich müsse erst gehen, um weiterzukommen und zu wachsen.

Das war der Anfang einer unbezahlbaren Liebe: Die Liebe von mir zu meinem Gefühl, die seitdem stetig wächst.

In Stuttgart erwartete mich ein Mann, der auf einer komplett anderen Wellenlänge schwamm als ich, eine Agentur, die mir zeigte, dass ich kein Agentur-Mensch bin und eine Großstadt, die mir den letzten Nerv raubte. Ich brauchte einige Monate um zu verstehen, dass ich mich mit einem bereits leeren Akku nach Stuttgart begeben hatte und alle Geschehnisse nun meine letzten Reserven aufbrauchten. Ich schlief 8 Monate kaum, arbeitete wie ein Tier und durfte dann während des Einschlaf-Versuchs auch noch davon gestört werden, dass mein Freund sich selbst befriedigte. „Hier läuft ja nichts!“ Danke auch!


Es war Zeit für meine erste Auszeit! Seit meinem 16. Lebensjahr hatte ich gearbeitet, für mein Geld, für mich, für mein Leben, für andere. Jetzt war ich dran! Nachdem mir eine Psychologin erzählen wollte, ich hätte Burnout, wusste ich: Nee, nix da, Burnout kann mich mal!

Ich kündigte den Job, die Beziehung und dem Stress. Jetzt war ich dran! Dank einer verständnisvollen Ansprechpartnerin innerhalb der Agentur für Arbeit, konnte ich in Ruhe meinen Weg finden. Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz waren und sind meine Begleiter und Türöffner.
Ich nahm mir Zeit für mich, begann, viele Bücher zu lesen, bzw. diese als Arbeitsbücher zu verwenden und mit ihrer Hilfe an mir zu arbeiten. Alles begann mit „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ und „Das Kind in dir will Heimat finden“. Ich besuchte Coachings zum "Inneren Kind", befasste mich immer mehr mit diesem Thema und konnte viele Rückschlüsse für mich ziehen, dank der Tatsache, dass mir nun mehr und mehr meine negativen Glaubenssätze bewusstwurden. Auf der anderen Seite entstand ein langsam klarer werdendes Bild der wirklichen Sarah, dem Sonnenkind, mit all ihren herzlichen, liebevollen Facetten.

Weiter befasste ich mich immer tiefergehend mit dem Mensch-sein, dessen Entstehung, der Epigenetik, der Evolutionstheorie und unserer Existenz. An einem schicksalhaften Tag – stell ihn dir meinetwegen sonnig vor, denn ich saß auf dem Balkon, noch in Leinfelden-Echterdingen – kramte ich das Buch über Jin Shin Jyutsu (jap. jinshinjutsu) hervor, dass meine Mutter mir geschenkt hatte. Selbstheilung durch das Auflegen der Hände. Bisher hatte ich diesen „Esoterik Kram“ schön links liegen gelassen, doch da ich ja nun bereits meinen Horizont zum Thema „ganzheitliche Betrachtung des Menschen“ erweitert hatte, war ich offen für neue Erfahrungen und meinetwegen auch Selbstheilung. Es fasste mich auch sonst niemand mehr an, warum nicht ich mich!?

Hätte mich jemand in den darauffolgenden 2 Wochen beobachtet, wäre ich wohl eingewiesen worden. Innerhalb dieser 2 Wochen arbeitete ich das Buch von vorne bis hinten durch, las jeden Buchstaben und führte jede Ström-Sequenz durch. Von Himmelhoch jauchzend bis Schnodder und Rotz heulend war jede Emotion vertreten. Ich hielt es bis dato für unmöglich, doch in mir passierte tatsächlich alles, von dem im Buch die Rede war. Mein Geist schickte mir Bilder und wörtliche Klatschen, die mir die Wahrheit verdeutlichten, mein Bewusstsein weiteten und Erkenntnisse verschafften, die mir bei meiner Selbstfindung sehr dienlich waren. Ich wurde von Tag zu Tag entspannter, empfand innere Ruhe und konnte vor allem endlich wieder schlafen.

Dies war der Anfang einer weiteren großen Liebe: Die, der Selbsterkenntnis und des Wissens darum, dass ich mir selbst in vielerlei Hinsicht helfen kann. Natürlich machte es mir die Zusammenhänge des Lebens auch spürbar bewusst, denn ich schlief, konnte mir von nun an bei Schmerzen oder Krankheiten helfen und konnte mein Verständnis für mein ganzes Wesen ausweiten.

Dank des Strömens, dass ich in der Zwischenzeit als Basis für mein Energieströmen weiterentwickelt habe, erkannte ich auch die verschiedenen Schichten meiner Themen. Es gab Themen, die so tief in meinem Unterbewusstsein verankert waren, dass nur Hypnosen diese an die Oberfläche brachten. Neben den Hypnosen brachte ich mir bei, während bestimmter Meditationen so tief in die Vorstellung und Entspannung zu gehen, dass auch dann bereits mein Unterbewusstsein zur Sprache kommt.

Meine Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung brachte mich Stufe um Stufe weiter zu mir selbst. Bei Gesprächspartnern, wie Therapeuten konnte ich nur kurz bleiben, da ich selbst so viel für mich tat, dass mein Gesprächspartner schnell keine Augenhöhe mehr für mich bot.
Stetig begleitet hat mich mein Osteopath, dessen Behandlungen ich mit Beginn der Arbeit an mir selbst viel intensiver und bewusster wahrnehmen und steuern konnte. 2 Jahre nach Beginn meiner Selbstfindung kam dann mein Gestalttherapeut hinzu, mit dem ich den letzten Feinschliff meiner Entwicklung innerhalb von 2 Jahren erreichte.

Schon von Anfang an war mir bewusst, dass ich mich öffnen musste, Schmerzen und Ängste zulassen musste, um schlussendlich Heilung und Wachstum zu erfahren. Hätte ich meine Blockaden aufrechterhalten, wäre ich heute keinen Schritt weiter.

Letzter Satz aus -Selbstliebe- von CC

Ich verstand dank des Strömens unter anderem, dass ich wirklich voll toll bin, dass dieses Gefühl sich jedoch in mir verankern darf und ich keinen Mann brauche, um das zu wissen. Ich verstand dank meines Gestalttherapeuten, dass ich einen Vater benötige, um die Balance meiner weiblichen und männlichen Seite herzustellen. Nach 17 Jahren vergab ich meinem Vater und stellte den Kontakt wieder her. Ich brachte mir selbst auf viele Arten bei, meiner Sensibilität und meinem Gefühl zu vertrauen. Ich manifestierte das Sonnenkind in mir, nachdem es mir nach einigen Jahren endlich gelang, mich als Kind wieder klar zu sehen und somit der kleinen Sarah in meinem Leben ihren Raum zu geben. Ich heilte Wunden aus der Kindheit mit Briefen, die ich den Menschen schrieb, die sie mir zufügten. Ich vergab diesen Menschen. Ich trennte mich von Dingen und Menschen, die schlecht für mich waren. Ich machte mir meine Werte und meine Kraftquellen bewusst. Ich gab der Selbstliebe und meinen Eigenschaften so viel Raum, dass mein bewusstes Sein sich in Ruhe entwickeln konnte.


Dir alle Themen aufzuzählen, die ich klärte und dir meinen Weg in Gänze darzulegen, würde den Rahmen sprengen oder ein Buch füllen…wer weiß, was noch kommt?!

Nach 4 Jahren der Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung war für mich klar „Ich bin vorerst fertig und möchte jetzt nach vorne schauen!“. Ich folgte erneut meinem so wertvollen Gefühl, nahm eine Wohnungskündigung im April 2022 zum Anlass meinen Weg zu gehen und kündigte meinen Job. Schon seit über einem Jahr war mir bewusst, dass ich den Menschen helfen möchte, zu sich zu finden und ich aus meiner Erfahrung heraus lehren möchte.

Da ich müde von meinem für mich Erschaffenen war und ich wusste, dass ich Ruhe benötige, um in die Zukunft zu schauen, wollte ich raus aus allem. Nach allem, was ich geschafft hatte, wollte ich mich ebenso dafür belohnen. Am 01. Dezember 2022 machte ich mich auf den Weg nach Nepal. Zur Belohnung erfüllte ich mir den Traum vom Trekking im Himalaya. Aus vorerst geplanten 2, maximal 3 Monaten Auszeit, wurde eine gefühlsgeführte 5-monatige Asien Reise. Von dieser Reise berichte ich gerne an anderer Stelle im Detail.

Überschreitung Thorong La Pass_5416m

Während dieser Reise traten alle von mir erwünschten Phasen automatisch ein. Ich sprengte meine körperlichen und geistigen Grenzen mit meinem Himalaya Trekking und belohnte mich für alles, was ich durch- und erlebt hatte. In Vietnam feierte ich mich selbst für meine Erfolge. Es folgte eine Phase der Erholung, Entdeckung und des Leben-Genießens, um Kräfte zu sammeln. Nachdem ich Kambodscha und die Philippinen bereiste, kam ich auf Bali an und machte mich ganz bald automatisch daran, meinen Blick in die Zukunft zu wenden.

Mein größter Erfolg dieser Reise ist jedoch, dass ich erneut Ruhe und Freiraum für mich hatte, um einen letzten großen Stein auf meinen Weg des bewussten Lebens legen zu können: Den, meiner Herzensstimme. Ich verband mich während meiner Reise intensiv mit meiner Herzensstimme, so dass ich künftig sowohl meinem Bauch, wie auch meinem Herzen folgen kann. Die beiden sind ein unschlagbares Team und tatsächlich viel sachlicher, empathischer und freier als mein Gehirn. Unser Gehirn wird nämlich noch oft von Ur-Ängsten und Ur-Prägungen gesteuert, die uns sicherlich häufig schützen, bei einem bewusst-geführten Leben, wie es deine innere Wahrheit für dich vorsieht – jedoch hinderlich sein können.


Heute lebe ich dank meines inneren Gleichgewichts sowohl meine starke männliche Seite wie auch gleichermaßen meine liebevolle weibliche Seite. Ich liebe es an mir, dass ich beide Seiten so stark und auch auf ihre Weise ausleben kann. Sie stehen für meine Vielseitigkeit, meine vielen Interessen und für so viel mehr, dass mich ausmacht.

Viele Menschen scheuen sich davor, tief in der eigenen Scheiße zu tauchen – wie ich es gerne bezeichne. Die Wahrheit ist jedoch; wenn du nur an der Oberfläche schwimmst, entdeckst du nie die wahren Schätze, die auf dem Grund liegen. Das Tauchen ist hart, kräftezehrend und zuweilen echt ätzend. Doch es ist der Weg, der dich zu dir, deiner inneren Wahrheit, deinem bewussten Sein und deinem inneren Strahlen bringt. Und genau das ist der größte Schatz, den dir das Leben zu bieten hat: Dein wahres Selbst! In Balance. Voller Selbstliebe. Bewusst gelebt.

Deine Sarah

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